Kindheitserinnerungen galore: Pumpernickel-Herzen

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Diesen Monat bin ich zum zweiten Mal bei Post aus meiner Küche dabei. Das Thema dieses Mal lautet “Kindheitserinnerungen”. Ehrlich gesagt, finde ich es eine Herausforderung (ich hatte natürlich – wie etwa die Hälfte der Teilnehmer ;-) – mit einem Oster- oder Frühlingsthema gerechnet). Ich habe sehr viele kulinarische Kindheitserinnerungen: Stockbrot, Kekspudding, Grünkohleintopf und vieles mehr, aber leider lässt sich nur wenig davon verpacken und durch Deutschland schicken. Schlußendlich bin ich dann erst einmal bei “Anni backt in Münster” fündig geworden: Pumpernickel-Herzen. Oh ja, Pumpernickel… Ich komme gebürtig aus dem Münsterland und das gehörte beim Aufwachsen einfach dazu. Herrlich! Bis heute esse ich es immer noch gerne. Wenn ich Besuch aus der alten Heimat bekomme, lasse ich mir auch fast immer Pumpernickel mitbringen, denn das Schwarzbrot, das man hierzulade im Supermarkt kaufen kann, kann mit dem echten Münsterländer Pumpernickel einfach nicht mithalten.

Für das Rezept von Anni (die übrigens im wahren Leben anders heißt und bei Liz & Jewels bloggt), braucht man folgende Zutaten:

100 g Pumpernickel
150 g Butter (zimmerwarm)
115 g Zucker
1 Ei
200 g Mehl
1 TL Backpulver
50 g Schokolade, grob gehackt (am besten Zartbitter mit 70 % Kakao)
1 Eigelb
1 TL Milch

Pumpernickel zerbröseln, in 30 g Butter in einer Pfanne rösten und abkühlen lassen. Die restliche Butter, Zucker, Ei, Mehl und das Backpulver zu einem glatten Teig verarbeiten. Die Pumpernickel und die Schokoladenstücke zu dem Teig geben und einarbeiten. Anschließend den Teig in Folie wickeln und 30 Minuten lang im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Backofen auf 200 °C (Umluft) vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 1/2 cm ausrollen und mit einer Herzform (oder einer anderen Ausstechform) Plätzchen ausstechen.

Die Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben. Das Eigelb und die Milch verquirlen und die Plätzchen damit bestreichen. Im Ofen 10 bis 15 Minuten backen.

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Für die Oreo-Reste vom letzten Mal: Oreo Choco Cheese Muffins

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Fastenzeit ist schon eine… Herausforderung. Ich mache das ganze “Ich esse keine Süßigkeiten” ja nicht aus religiösen Gründen, sondern nur, um herauszufinden, ob ich es durchhalten kann und manchmal ist es schon schwierig. Ich bin kein gewohnheitsmäßiger Süßigkeiten-Esser, aber wenn was da ist, warum sollte ich dann nicht mal…? Genau das war das Problem, nachdem ich vor ein paar Wochen die Slutty Brownies gemacht hatte – bei mir daheim lagen die Reste und herrje, war das verführerisch! Also musste ich natürlich schnellstmöglich dafür Verwendung finden und da noch genau 12 Oreos übrig waren, waren die Reste natürlich wie für Muffins gemacht. Habe ich also auf die Suche in meiner Rezeptsammlung gemacht und bin dann wieder einmal in der Lecker vol. 3 fündig geworden.

Zutaten
200 g Schlagsahne
200 g Zartbitterkuvertüre
5 EL Milch
3 Eier
100 g Zucker
500 g Sahnequark (40 % Fett)
1 Pk Schokoladenpuddingpulver (für 1/2 Liter Milch)
1 EL Kakao
12 Oreo Kekse

Die Sahne in einem Topf erhitzen. Die Kuvertüre klein hacken und in der warmen Sahne schmelzen. Milch einrühren und die Mischung abkühlen lassen. Eier und Zucker cremig rühren, anschließend Quark und Schokoladenpuddingpulver unterrühren. Abschließend den Kakao und die Schokoladensahne unter die Masse rühren.

Die 12 Oreos in die Förmchen verteilen und die Quarkmasse darauf geben. Im vorheizten Ofen (150 °C bei Umluft) ca. 25. Minuten backen. Die Muffins im leicht geöffneten Ofen ca. 15 Minuten abkühlen lassen (wenn die Tür wie bei mir nicht offen bleiben will, einfach einen Holzlöffel in die Tür stecken). Dann die Muffins herausnehmen und auf einem Gitter komplett auskühlen lassen. Man kann sie natürlich auch direkt warm verzehren :)

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Cakepops die zweite

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Ja, jetzt hat es mich auch erwischt, die Cakepop-Sucht. Nachdem meine ersten Cakepops vor ein paar Wochen ja wirklich ein unerwartetes Erfolgserlebnis waren, habe ich im Internet ca. 300 weitere Lollistäbe gekauft und mich mit Kuchenglasur eingedeckt. Dieses Mal habe ich mich an Schokoladencakepops gewagt. Die Rezeptquelle ist wieder die gleiche, das wirklich fantastische Buch vom klitzekleinen Blog, das immer wieder eine Quelle der Freude und neuen Rezepten ist.

Für die Schokoladen-Cakepops fängt man natürlich mit Schokoladenkuchen an. Dafür braucht man:

200 g weiche Butter
250 g Zucker
1 Pk Vanillezucker
3 Eier
330 g Mehl
1 Pk Backpulver
3 EL Kakaopulver
225 ml Milch

Butter, Zucker, Vanillezucker in einer Schüssel cremig rühren. Die Eier hinzugeben und zu einem glatten Teig verarbeiten. Mehl, Backpulver und Kakaopulver mischen und abwechselnd mit der Milch zum Teig geben und einarbeiten. Den Teig in einer gefettete und gemehlte Kastenform geben und im vorgeheizten Backofen (175 °C Ober-/Unterhitze) ca. 60 Minuten lang backen. Anschließend 10 Minuten lang in der Form auskühlen lassen, herauslösen und komplett auskühlen lassen.

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Am besten am nächsten Tag den komplett ausgekühlten Kuchen weiter verarbeiten: Zuerst die Ränder abschneiden, anschließend den Kuchen zerbröseln und dann die Buttercreme hinzu geben. Für die Buttercreme braucht man wieder:

60 g weiche Butter
1 TL Vanilleextrakt
120 g Puderzucker
1 EL Milch

Zusätzlich braucht man noch:

400 – 600 g Kuchenglasur
30 – 35 Lollipopstiele

Die Zutaten zu einer glatten Creme verarbeiten und zu den Kuchenbröseln geben. Die beiden Bestandteile zu einem glatten, feuchten Teig verarbeiten. Der kann nun in die gewünschte Form gebracht werden (Kugeln in meinem Fall, ich habe auch Formen für Herzen und Tannenbäume etc., aber das war mir irgendwie zu anstrengend). Die fertigen Kugeln für 15 Minuten in den Kühlschrank stellen. Währenddessen die Kuchenglasur schmelzen. Die Lollipopstiele ca. 1 cm tief in die Glasur tauchen und dann in die Kugeln stecken, so halten sie besser. Anschließend die Kugeln komplett mit Kuchenglasur überziehen und nach belieben dekorieren.

Heidelbeer-Cheesecake

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Diese kleine Kalorienbombe habe ich über das Wochenende gebacken – war ja schließlich ziemliches Mistwetter draußen. Ich habe das Rezept aus der neuen Lecker Bakery von Ende Januar. Es ist direkt das erste Rezept auf Seite 9 und als ich das gesehen habe, war direkt klar, dass ich das in nächster Zeit ausprobieren musste. Es ist etwas zeitaufwendiger, aber es lohnt sich definitiv! Aber fangen wir von vorne mit den benötigten Zutaten an:

100 g blanchierte Mandeln (oder Mandelstifte, die habe ich verwendet)
250 g Shortbread
100 g Butter
3 EL + 100 g + 200 g Zucker
800 g Doppelrahmfrischkäse (zimmerwarm)
30 g + 1 EL Speisestärke
3 Eier
1 Pk. Vanillezucker
175 g Schlagsahne
1 Glas (370 ml) Heidelbeeren

Den Boden einer Springform (Ø 26 cm) mit Öl bestreichen. Das Shortbread in einen Gefrierbeutel geben, verschließen und so lange mit dem Nudelholz darüberfahren, bis es fein zerbröselt ist. Die Mandeln grob hacken. Die Butter über dem Wasserbad schmelzen und zusammen mit 3 EL Zucker , den Shortbread-Bröseln und den gehackten Mandeln vermischen. Die Mischung in die Springform geben und zu einem Boden andrücken. Anschließend für 30 Min. in den Kühlschrank stellen.

200 g Frischkäse, 100 g Zucker und 30 g Stärke auf niedriger Stufe mit dem Rührgerät zu einer homogenen Masse verrühren. Anschließend den Rest Frischkäse unterrühren und dann auf höchster Stufe 200 g Zucker einriesen lassen. Eier trennen. Eigelb zur Käsecreme rühren. Eiweiß stiefschlagen, dabei Vanillinezucker einrieseln lassen. Sahne steif schlagen. Eischnee und Sahne nacheinander unter die Creme heben.

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Den Ofen auf 175 °C (Umluft: 150 °C) vorheizen. Zwei Bahnen Alufolie kreuzweise auf die Arbeitsfläche legen. Springform mit dem abgekühlten Shortbread-Boden in die Mitte stellen, die Folie an der Außenwand hochziehen und am oberen Rand umschlagen, andrücken und die Form so abdichten. Überschüssige Alufolie mit einer Schere abschneiden. Die Käsecreme auf den Shortbread-Boden streichen. Springform in eine mit heißem Wasser gefüllte ofenfeste Form (oder die Fettpfanne des Backofens) stellen, sodass sie ca. 2,5 cm hoch im Wasser steht. Im heißen Ofen ca. 1 Stunde lang backen, bis die Creme bei leichtem Rütteln in der Form kaum noch wackelt. Kuchen im ausgeschalteten Ofen ca. 45 Minuten lang ruhen lassen. Herausnehmen, Alufolie entfernen und komplett auskühlen lassen. Anschließend die Form mit Frischhaltefolie abdecken und mind. 5 Stunden (oder über Nacht) kalt stellen.

1 EL Stärke mit 2 EL kaltem Wasser glatt rühren. Beeren mit Saft aufkochen, die angerührte Stärke einrühren und unter Rühren ca. 1 Minute lang köcheln lassen. Das Heidelbeerkompott abkühlen lassen und anschließend auf dem Kuchen verteilen. Noch einmal ca. 1 Stunde kalt stellen. Anschließend kann der Kuchen verzehrt werden. Das ging auch ganz fix. Allerdings ist er sehr mächtig!

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Vitaminschock an den kalten Tagen: Kiwi-Bananen-Smoothie

Herrje, geht mir das Wetter derzeit auf die Nerven! Ich hätte gerne, dass es aufhört zu schneien und es endlich wärmer wird! Gestern habe ich eine Freundin zum Flughafen gebracht. Sie ist in den Urlaub nach Ägypten geflogen und obwohl das jetzt nicht das Reiseland meiner Wahl gewesen wäre, so war ich doch ein wenig neidisch, weil ich mich nach Sonne sehne (aktuelle Wetter in Ägypten laut wetter.com: 20 °C und strahlende Sonne). Aber man kann ja nicht alles haben. Mein Mittel gegen das kalte Wetter war heute ganz was anderes: Vitamine, Vitamine, Vitamine. Ich habe mir heute fix einen Kiwi-Bananen-Smoothie gemacht.

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Das Rezept ist eigentlich ganz einfach, man braucht für ca. 1 Liter:

6 Kiwis
3 Bananen
600 ml Orangensaft

Die Kiwis und Bananen schälen und klein schneiden. Mit dem Stabmixer pürieren. Anschließend den Orangensaft zugießen und eben kurz noch einmal mit dem Stabmixer pürieren. Wenn man möchte, kann man das Getränk dann noch zum Kühlen in den Kühlschrank stellen oder direkt genießen.

Slutty Brownies

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So, Fastenzeit hat begonnen. Nicht, dass ich sonderlich gläubig wäre (eigentlich eher gar nicht), aber es ist dann doch mal eine Herausforderung, sechs Wochen auf Süßkram zu verzichten. Wobei, Süßkram nicht ganz genau ist, es ist eher der gekaufte Süßkram, eigenes Backwerk ist nämlich noch erlaubt. Das ist vielleicht für einige nicht ganz konsequent, aber sechs Wochen ohne Backen – das würde ich nicht durchhalten.

Zu dem folgenden Rezept gibt es sogar eine kleine Geschichte. Die Idee dafür stammt nämlich von einer Kollegin, die eine kleine Bildergeschichte vor mehreren Monaten auf meiner Facebook-Wand gepostet hat.

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Das dazugehörige Rezept fehlte natürlich, bzw. es handelte sich um amerikanische Backmischungen, die in Deutschland nicht zu haben sind. Als ich dann vor einer Woche ein Rezept in der Lecker Bakery Vol. 2 gesehen habe, konnte ich natürlich nicht widerstehen. Die Slutty Brownies bestehen aus drei Teilen. Die unterste Schicht ist ein Cookie-Teig, darauf legt man dann Oreo-Kekse und darüber dann ein Brownie-Teig, aber fangen wir unten an. Für den Cookie-Teig braucht man:

50 g Zartbitterschokolade
125 g weiche Butter
175 g Zucker
1 Prise Salz
1 Ei
175 g Mehl
1 TL Backpulver

Die Schokolade grob hacken. Butter, Zucker und 1 Prise Salz schaumig schlagen. Anschließend das Ei unterrühren, Mehl und Backpulver mischen und unterrühüren. Anschließend die gehackte Schokolade unterheben. Eine Brownieform, Auflaufform oder einen Backrahmen (ca. 20×25 cm) mit Backpapier auslegen, den Teig in die Form geben und gleichmäßig verteilen.

Anschließend braucht man ca. 20 Oreo-Kekse (abhängig von der Größe der Form), die man auf den Cookie-Teig legt.

Für den Brownie-Teig braucht man dann noch:

200 g Zartbitterkuvertüre
250 g Butter
3 Eier
75 g Zucker
1 Pk. Vanillezucker
75 g Mehl
1 Prise Salz

Die Küvertüre hacken und zusammen mit der Butter über dem Wasserbad schmelzen. Anschließend leicht abkühlen lassen. Währenddessen Eier, Zucker und Vanillezucker verrühren. Anschließend die Schokobutter untermischen und verrühren. Schlussendlich noch Mehl und 1 Prise Salz unter die Schokomischung rühren. Den Brownie-Teig oben auf die Oreos geben und glatt streichen.

Anschließend im vorgeheizten Backofen (150 °C) 30 – 35 Minuten backen. Die Brownies in der Form auskühlen lassen und anschließend mit einem scharfen Messer in mundgerechte Stücke schneiden. Übrigens eher kleine als größere Stücke schneiden, die kleinen Dinger sind unglaublich mächtig, auch wenn sie auf dem Bild so unschuldig (und gar nicht so schlampig) aussehen.

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Schachbrettkuchen

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Dieser Kuchen ist das Ergebnis vom analogen Sonntag. Analoger Sonntag? Die Idee ist hier her (ja, die Seite heißt wirklich Bookshelfporn ;-)). Es ist aber leicht abgewandelt, bzw. zugeschnitten, in meinem Fall heißt das: kein Handy, kein TV, kein Computer, Radio ist immer noch erlaubt. Ich versuche, alle vier Wochen oder so einen analogen Sonntag einzubauen, der gestern war der zweite überhaupt und der zweite dieses Jahr. Ja, ich lese (habe “The Rivers of London” von Ben Aaronovitch gelesen), aber eigentlich backe ich immer noch ziemlich viel – denn nach draußen zu gehen und lesen ist dann doch etwas kalt. Das Ergebnis ist dieser Kuchen, der zunächst wie ein ganz normaler Kuchen aussieht. Aber wenn man ihn dann anschneidet offenbart er sein ganzes Geheimnis:

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Ja, genau, er ist kunterbunt und hat eine Schachbrettform. Ich bin in der Zwischenzeit nicht zum Back-Houdini mutiert, sondern habe das Muster mithilfe dieser Form hin bekommen. Es ist eigentlich ziemlich idiotensicher, allerdings ist bei mir das Muster etwas verlaufen, weil 1.) der Kuchen mehr aufgegangen ist, als ich dachte und ich 2.) zu wackelige Hände hatte, um die Einfüllhilfe gerade zu entfernen. Bis sie so perfekt aussehen wie auf der Wilton-Seite, muss ich also noch etwas üben.

Ich habe dafür zwei Rezepte verwendet, einmal das wirklich fantastische Grundrezept von Maria und für das Frosting bin ich in Miri’s Kitchen fündig geworden. Zunächst einmal der Kuchen.

4 Eier
200g Zucker
200ml Buttermilch (man kann aber so ziemlich jede Flüssigkeit verwenden: Naturjoghurt, Eierlikör, Kokosmilch…)
200ml Öl
300g Mehl
1Pck. Backpulver

Eier und Zucker schaumig schlagen. Buttermilch und Öl im Messbecher mischen und in drei Portionen zur Zuckermischung geben. Das Mehl und Backpulver mischen und dazu sieben. Anschließend den Teig in zwei Hälften teilen und färben. Ich habe dafür die Wilton Gelfarben genommen. Ich bin kein Fan der deutschen Lebensmittelfarben, weil sie nicht stark genug sind und wenn man eine wirklich kräftige Farbe will, muss man so viel nehmen, dass es auch schon mal die Konsistenz vom Teig zerstören kann. Die Farben von Wilton sind aber wirklich super! Ich habe nur eine Messerspitze verwendet und bin schon bei so intensiven Farben raus gekommen. Wenn man eine mehr pastellige Farbe für den Teig will, braucht man wohl bloß ein Reiskorn von der Farbe. Den Teig nach Anleitung auf die beiden Formen verteilen und anschließend im auf 180°C vorgeheizten Ofen ca. 35 Minuten backen. Den Kuchen zunächst 10 Minuten in der Form auskühlen lassen und dann auf einem Gitter ganz kalt werden lassen.

Dann muss man den die beiden Teile ja noch irgendwie zusammen kriegen. Dafür habe ich ein einfaches weiße-Schokolade-Frosting verwendet. Das Rezept von Miri ist wirklich schön, da es im Gegensatz zu den ganzen Buttercreme-Frostings, die ich sonst so kenne, nicht so süß ist. Dafür braucht man:

100g weiße Schokolade
135g Frischkäse (zimmerwarm)
35g Butter (zimmerwarm)
1 TL Vanilleextrakt

Schokolade hacken und über dem Wasserback schmelzen. Leicht abkühlen lassen. Butter, Frischkäse und Vanilleextrakt schaumig rühren und anschließend die abgekühlte Schokolade hinzufügen. Ist das Frosting noch zu flüssig, einfach für 15 Minuten in den Kühlschrank stellen. Anschließend zunächst den unteren Teil des Kuchens dünn mit dem Frosting bestreichen (habe zum ersten Mal meine Kuchenpalette verwendet) und den Kuchen zusammen setzen. Anschließend den Rest des Frostings auf den ganzen Kuchen verteilen.

Und dann beim Anschneiden des fertigen Kuchens auf die überraschten Gesichter der nicht-Eingeweihten freuen!

Riesenmuffins für meine Marshmellowreste

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Diese Muffins haben es in sich, leider kommt das auf den Bildern nicht so gut rüber, aber sie sind wirklich groß,  riesig geradezu. Sie sind in etwa Riesen-so-groß-wie-bei-Starbucks-Muffins-bloß-mit-nicht-ganz-so-schöner-Haube-Muffins. Eigentlich sind sie auch wieder aus der Restverwertung entstanden, ich habe nämlich noch eine Unmenge an Minimarshmellows übrig, die für unsere Lebkuchenhäuser als Schnee gedacht waren aber nie benutzt worden. Auf der Suche nach einem einfachen Rezept bin ich in diesem Büchlein fündig geworden. Ich habe das Marshmellow-Muffin-Rezept dort gedoppelt, mit Ausnahme des Backpulvers, die Muffins gehen also folgendermaßen:

Zutaten:
450 g Mehl
100 g Kakaopulver
1 Pk Backpulver
1 Prise Salz
240 g Zucker
200 g weiße Schokoladentröpfen (oder alternativ grob gehackte weiße Schokolade)
100 g Mini-Marshmellows, halbiert
4 Eier
500 ml Milch
12 EL Sonnenblumenöl

Mehl, Kakaopulver, Backpulver und Salz in eine Schüssel sieben. Zucker, Schokotröpfchen und Marshmellows untermengen. In einer weiteren Schüssel die Eier mit einer Gabel leicht verquirlen, Milch und Sonnenblumenöl einrühren. In die Mitte der gemischten trockenen Zutaten eine Vertiefung drücken und die flüssigen Zutaten hineingießen und alles vermischen.

Eine Muffinform mit großen Förmchen auslegen. Ich habe die Tulpenformen genommen, die ich so selten nutze, weil normale große Muffins da immer ein bisschen lächerlich drin aussehen, finde ich. Den Teig gleichmäßig auf die 12 Förmchen verteilen – es ist ne Menge Teig pro Förmchen, aber es sind ja nicht umsonst Riesenmuffins. ;) Im vorgeheizten Backofen (200 °C Umluft) ca. 20 Minuten lang backen. Die Muffins müssen aufgegangen sein, auf Fingerdruck aber noch leicht nachgeben, dann sind sie innen noch schön feucht. Die Muffins zunächst in der Form 5 Minuten abkühlen lassen, dann auf einem Kuchengitter gänzlich auskühlen lassen – oder noch warm verzehren. :)

Jetzt habe ich nur noch 400g Marshmellows übrig. Was auch noch ziemlich viel ist. Vielleicht sollte ich mir doch mal an Schafmuffins wagen…
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Mein erster Beitrag mit meinen ersten Cakepops

Das hier ist jetzt mal eine Premiere in vielfacher Hinsicht. Am Wochenende habe ich meine ersten Cakepops hergestellt und ich war dann doch überrascht, dass es geklappt hat (nicht so wie meine ersten Macarons, über die bewahren wir besser Schweigen…). Da ich irgendwie doch ein ziemlich großes Mitteilungsbedürfnis habe und mir das langweilige “Bilder hochladen” auf Facebook auch auf den Geist ging, habe ich kurzerhand beschlossen, einen Backblog zu eröffnen. Ja, genau, einer unter vielen da draußen im Internet. Aber ich wollte es trotzdem mal versuchen, also, los gehts.

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Meine ersten Cakepops… Getraut habe ich mich das ja lange nicht, denn sie sahen schon ziemlich kompliziert und aufwendig aus und außerdem fehlten mir dann doch ein paar Kleinigkeiten (Lollipopstiele).  Aber dann habe ich mir vor ein paar Wochen das wirklich bezaubernde Buch vom klitzekleinen Blog gegönnt und dank ihrer Beschreibung klang das doch so einfach (geradezu idiotensicher), dass ich nicht widerstehen konnte. Dann hat eine Kollegin auch noch netterweise die Lollipopstiele gespendet und dann musste ich es doch ausprobieren.

Es Die Herstellung von Cakepops (oder Kuchen am Stiel, wie ich die fertigen Produkte mehrfach bezeichnete) ist etwas zeitaufwendig, aber es lohnt sich. Man kann es eigentlich in zwei Schritte aufteilen.

1. Einen Kuchen backen und auskühlen lassen
2. Den Kuchen zerbröseln, Buttercreme hinzufügen und zu Cakepops verarbeiten.

Zuerst zum Kuchen, das ist ein einfacher Vanillekuchen aus dem oben erwähnten Buch von Frau Klein. Diesen habe ich am Tag zuvor hergestellt. Ein Kuchen reicht für 30 bis 35 Cakepops.

Zutaten:
250 g warme Butter
200 g Zucker
1 TL flüssiges Vanilleextrakt (ich hab eine Packung von Dr. Oetker genommen – gibt’s normalerweise in jedem gut sortieren Supermarkt)
4 Eier
3 EL Milch
200 g Mehl
100 g Speisestärke
1 Pk Backpulver
1 Prise Salz
Fett und Mehl für die Form

Butter, Zucker und Vanilleextrakt cremig rühren. Die Eier trennen. Milch und Eigelbe nacheinander zur Buttermischung geben und alles gut verrühren. Mehl, Speisestärke und Backuplver mischen und nach und nach zu der Buttermischung geben. Die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen und unter den Teig heben. Den Teig in einer gefettete, gemehlte Kastenkuchenform geben und im vorgeheizten Backhofen (175 °C Ober-/Unterhitze) 60 Minuten lang backen. Den Kuchen 10 Minuten lang in der Form auskühlen lassen, dann aus der Form lösen und vollständig auskühlen lassen.

Am nächsten Tag habe ich die harte Kruste rund um den Kuchen abgeschnitten und den Kuchen zerbröselt, sodass keine großen Stücke mehr übrig waren. Anschließend habe ich die Buttercreme hergestellt, mit folgenden Zutaten:

60 g warme Butter
1 TL flüssiges Vanilleextrakt
120 g Puderzucker, gesiebt
1 EL Milch

Butter und Vanilleextrakt cremig rühren und nach und nach den Puderzucker einrühren. Die Milch dazugeben und gut vermischen. Die Buttercreme dann zu den Kuchenbröseln geben und gut durchkneten. Die Masse muss so feucht sein, dass man mit der Hand Kugeln formen kann, aber nicht so feucht, dass der Teig an der Hand kleben bleibt. Mit der Hand etwa kirschgroße Kugeln formen und anschließend für 10-15 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Um Cakepops zu machen, braucht man dann noch:
30-35 Lollipopsticks (ich habe meine bei Amazon gekauft, im Haushaltswarenladen waren die hier nicht zu kriegen)
200 g – 400 g Kuchenglasur (Schokolade in meinem Fall)

Die Kuchenglasur schmelzen und leicht abkühlen lassen (wenn man sie direkt “heiß” verwendet, ist sie zu flüssig und dann tropft sie überall daneben). Ein möglichst tiefes Gefäß verwenden, damit man später den Cakepop ganz eintauchen kann. Die Lollipopsticks ca. 1 cm in die Glasur tauchen und anschließend in die Kuchenkugeln stecken, so halten sie besser. Die Kuchenglasur trocknen lassen. Anschließend die Cakepops am Stiel vollständig in die Kuchenglasur tauchen, bis sie vollständig mit Schokolade überzogen sind. Wenn gewünscht, direkt danach mit Zuckerdekor oder ähnlichem verzieren. Ich habe hier alle meine “Reste” aufgebraucht. Zum Trocknen die Cakepops gerade aufstellen. Ich habe dafür einen Eierkarton genommen, war damit aber nicht ganz zufrieden, die Cakepops sind ständig zur Seite gefallen, fürs nächste Mal werde ich mir deshalb wohl etwas anderes überlegen müssen.

Und dann sind sie fertig und können nach Herzenslust verzehrt werden :)

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